Der Norden von Gotland

Gotland entdecken | Gamla Hamn auf Fårö

Fußläufig unweit des Ortes Lauter auf Fårö geht es durch einen schmalen Waldstreifen bis an den großen steinigen Strand. Hier liegt ein weiteres von Gotlands legendären Raukagebieten. Faszinierend, magisch, einmalig, so sind diese millionenalten Kalksteinsäulen, die wie zu Stein gewordene Geister in den Himmel ragen.  Es gibt niemanden, der schon einmal hier war, der sich dieser Faszination entziehen kann. Zu den unterschiedlichsten Tageszeiten tauchen Sonne, Nebel oder Schnee diese einmalige Landschaft in immer neue Lichtstimmungen.

Unweit des Strandes befindet sich der Alte Hafen, im schwedischen Gamla Hamn genannt. Im Mittelalter befand sich hier ein reger Handelsplatz, doch entstand durch schwere Stürme vermutlich im 14. Jahrhundert ein unüberwindbarer Strandwall, der den Hafenzugang versperrte. Aus dem ehemaligen Hafenbecken ist ein etwa 90 Meter langer See geworden.

Wie bedeutend der Hafen war, zeigt sich in den Funden des Siegburger Steinzeugs aus dem deutschen Rheinland-Pfalz. Auch Reste von Austernschalen lassen den Schluss zu, dass dieser Hafen für Handel und Fischerei genutzt wurde.

Spätestens beim Bemerken seiner Geradlinigkeit wird man merken, dass dieser riesige Teich künstlicher Natur ist. Einst war hier eine Meeresbucht, die genug Tiefe für Schiffe bot.

Nahe des Hafenbeckens befand sich die St.-Olofs-Kapelle, sie war dem Heiligen Olaf gewidmet. Sie entstand aus Holz aus einem Langhaus und einem Chor.  Man muss schon genau hinsehen, um die verbliebenen Fundamente zu entdecken. Diese hat man mit Steinplatten belegt.

Auf einem der Strandwälle westlich des alten Hafens entstand ein vorchristliches Gräberfeld, welches den Wikingern zugeordnet wird. Es wurde augenscheinlich bis ins späte Mittelalter genutzt

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