Schiffssetzungen

Gotland entdecken | Bandeläins täppu Schiffssetzung (skeppssättning)

Etwa eineinhalb Kilometer nördlich der Kirche Lau gibt es weitere Schiffssetzungen auf Gotland, die Bandeläins täppu Schiffssetzungen oder im schwedischen skeppssättningar genannt. Wie wohl in den meisten Fällen solcher Grabmale wurden hier für die damalige Zeit angesehene Männer zur letzten Ruhe gebettet.

Die beiden Schiffssetzungen liegen am Inlandskliff, der Lau Backar. In direkter Nachbarschaft zu ihnen gibt es eine weitere prähistorische Grabstätte, einen Steinkreis. Als man diesen bronzezeitlichen, etwa 2900 Jahre alten Friedhof in den Jahren 1928 und 1990 untersuchte, entdeckte man eine Urne, dazu eine Pinzette und ein Rasiermesser, wie es häufig auch an ähnlichen Gräbern gefunden wurde. Dazu fand man auch ein Messer. All diese Gaben bestehen, wer hätte es gedacht, aus Bronze.


Allerdings war bei der Untersuchung des Steinkreises wohl jemand schneller. Denn hier war das Grab seiner Beigaben bereits beraubt. Nur noch ein paar verkohlte Knochen und Aschereste waren zu finden, damit konnten die Räuber aber nun wirklich nichts anfangen.

Die beiden nachempfundenen Schiffe gehören eher zu den Kleineren auf der Insel, sie haben je eine Länge von etwa 10 Meter, im allgemeinen findet man sie in Längen von sechs bis zu 47 Meter. Solche Gräber waren aber immer besonderen Persönlichkeiten wie beispielsweise Häuptlingen vorbehalten.

Ist man schon einmal hier, sollte man sich auch den riesigen Baustastein anschauen, er ist etwa einen Meter breit und zwei Meter hoch. Dabei sollte man sich immer bewusst machen, dass es vor etwa 3000 Jahren weder Gabelstapler noch Kranwagen oder Bagger. Handarbeit war angesagt. 

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