Gewässer Kanäle

Gieselaukanal – Kanäle in Schleswig-Holstein entdecken

Gieselaukanal zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal | ©weites.land
Gieselaukanal zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal | ©weites.land

Wer einmal an der Gieselaukanalschleuse war und von dort den Kanal entlang gelaufen oder gefahren ist, der wird die Schönheit dieses kleinen Gewässers bestätigen können. Nun ist der Gieselaukanal ein sehr junges Gewässer und ein sehr kleines dazu, aber er hat es verdient, entdeckt zu werden.

Der Gieselaukanal mündet unweit des Fähranlegers Oldenbüttel in den Nord-Ostsee-Kanal und schafft so die Anbindung zur Untereider. Nur 2,8 Kilometer ist der kleine Kanal lang und erlaubt Schiffen mit einer Länge von 65 Metern und einer Breits von 9 Metern die Durchfahrt. Mit einem möglichen Tiefgang von 2,70 Metern können hier eher die leichteren Schiffe zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal wechseln, allerdings sind es heute überwiegend die Sportbootfahrer, die den Gieselaukanal nutzen.

Im südlichen Bereich der malerischen kleinen Schleuse mit ihrer  Klappbrücke liegt der kleine Hafen, auch hier liegen überwiegend Segel- und Motorboote der Freizeitkapitäne.

Am Wegesrand parken wir mit unserem Bulli und genießen diese Ruhe, die Weite der Felder und das spiegelglatte Wasser des Kanals. Alles scheint hier zum Stillstand gekommen sein, so gehend wir entspannt den ruhigen Weg entlang und sind einfach sehr angetan von diesem kleinen und abgeschiedenen Paradies.

Wer einmal in Rendsburg das Kanalpackhaus des alten Eiderkanals kennen gelernt hat, mag sich wundern, wie denn die Schiffe von dort nach Kiel gekommen sind. Zunächst war hier der Eiderkanal durchgängig, aber mit dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals musste eine Verbindung zwischen Eider und Kanal geschaffen werden, so floß die Eider ab 1893 durch eine Schleuse in Rendsburg in den Nord-Ostsee-Kanal.

Doch diese Verbindung störte den innerstädtischen Verkehr und so plante man eine Alternative, damit auch Schiffe aus Tönning an die Elbe konnten. Etwa 20 Kilometer südwestlich von Rendsburg entstand so in den Jahren 1936-1937 ein neuer Anschluß: der Gieselaukanal. Die Verbindung in Rendsburg wurde ab 1937 gekappt und zugeschüttet. Seitdem endet die Untereider in Rendsburg in einer Sackgasse und wirkt hier mehr wie ein großer Tümpel.

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