Naturschutzgebiete

Geltinger Birk

Ein wildes und ein weites Land, dahin entwickelt sich zunehmend die naturbelassene Region in der Geltinger Bucht- die Geltinger Birk. Ein ganz besonderes Naturschutzgebiet verändert seit mehr als 10 Jahren die Landschaft und ist Vorbild für schonenden Tourismus.

Geltinger Birk | © 2017 weites.land

Geltinger Birk | © 2017 weites.land

Morgens streift die aufgehende Sonne durch die hohen Gräser der Weidelandschaften, die abwechseln mit Wald und Strauchwerken.  Darin finden die so gutmütigen und scheuen Wildpferde, die Koniks, ihr Zuhause. Zusammen mit den schottischen Hochlandrindern durchstreifen und pflegen sie die Landschaft aus verlandeten Sümpfen, Dünen, Wiesen und Laubwäldern. In den Blütezeiten verwandeln die wilden Blumen die Birk in eine wahre Farbenpracht. Bereits seit 1934 steht die Geltinger Birk unter Naturschutz, heute hat sie eine Größe von 773 Hektar. Sie reicht im Westen und Norden bis an die Förde und Ostsee heran. Dabei entstand sie nach der Eindeichung des großen Noors.

Geltinger Birk | © 2017 weites.land

Geltinger Birk | © 2017 weites.land

Bis heute haben sich viele Feuchtgebiete mit ihrem üppigen Schilfbewuchs hier gehalten. Die Geltinger Birk ist Rast- und Brutplatz für etwa 200 Vogelarten. Seeadler, Graugänse und Kuckuck gehören dazu. Diese abwechslungsreiche Landschaft verzaubert zu allen Jahreszeiten mit ihren urigen Bäumen und dem Farbenspiel der Natur. Durch das Naturschutzgebiet mit seiner verwunschenen Landschaft  führen vier ausgewiesene Wanderwege. Hier werden auch regelmäßig Führungen durch den NABU angeboten.

Um die Geltinger Birk zu entdecken, bietet sich als Ausgangspunkt die Holländermühle „Charlotte“ an. Früher schöpfte sie mit einer weiteren, nicht mehr vorhandenen Mühle, das Wasser aus dem eingedeichten Noor. Das Wahrzeichen der Birk stammt aus dem Jahr 1824 und wurde erst um 1970 durch ein modernes Pumpwerk abgelöst. Natürlich diente die Mühle aber auch dem Mahlen von Getreide. Heute ist die denkmalgeschützte Mühle ein begehrtes Fotomotiv in dieser sagenumwobenen und romantischen Umgebung. Sie befindet sich mittlerweile in Privatbesitz und kann lediglich von außen bewundert werden.

Die vom Aussterben bedrohte, osteuropäischen Wildpferde, die Koniks, sind sehr scheue Tiere. Auf keinen Fall sollte man sie anlocken und füttern. Sie haben in der Natur alles, was sie brauchen und was sie gesund hält. Fremdes Futter  können sie nur schlecht verdauen. Das führt zu sehr schmerzhaften Koliken, die tötlich verlaufen können. Genießen Sie die Tiere in der Umgebung und machen sich bewusst, dass es wilde Tiere sind. Zur Birk gelankt man mit dem Auto oder Fahrrad. Entweder kommt man über die B 199 nach Gelting und dann weiter zur Holländermühle oder man steuert den Leuchtturm Falshöft an und startet von dort. Durch die Geltinger Birk führt ein Reitweg, einige Rad- und Wanderwege.

  • Wanderweg „Eule“: Der kleine Rundweg führt mit seiner Länge von drei Kilometern überwiegend durch Wiesenlandschaft und startet am südlichen Rand der Birk in Nieby.
  • Wanderweg „Konik“: Dieser Rundweg ist nur zu Fuß zu nutzen und erstreckt sich auf einer Länge von 6,2 Kilometern. Er führt durch die Birk und entlang der Förde. Dieser Wanderweg startet an der Holländermühle.
  • Wanderweg „Hochlandrind“: Dieser Wanderweg mit einer Länge von 10,4 Kilometern führt durch das Hinterland, vorbei an Förde und Ostsee. Start ist hier der Leuchtturm Falshöft.
  • Wanderweg „Möwe“: Etwa je zur Hälfte geht es entlang der Ostsee und durch das abwechslungsreiche Hinterland. Unterwegs streift man die kleinen Seeen und Wälder, die Wiesen und Felder. Dieser weg hat eine Länge von 13,3 Kilometern und startet wahlweise bei der Mühle oder dem Leuchtturm Falshöft.

Am Nordwestrand von Beveroe gibt es eine Infohütte. Wer Interesse an einer der regelmäßigen Führungen hat, kann sich unter der Telefon-Nummer 04643 – 18 60 90 informieren oder anmelden.

Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.