Stadt

Flensburg

© Stadt Flensburg
© Stadt Flensburg

Werde ich nach meiner Lieblingsstadt in Deutschland gefragt, dann bin ich schnell bei Flensburg. Es ist dieses grenzfreie Grenzland, es ist die dänisch-deutsche Verbundenheit, der Charme der früheren Jahre als Hafenstadt, die Lage an der Förde, eine wirklich schöne Fußgängerzone mit kleinen Galerien, der riesige Museumshafen…. Flensburg ist die nördlichste Stadt Deutschlands und liegt an der gleichnamigen Förde.

Einige Hundert Jahre gehörte Flensburg zu Dänemark, erst ab 1864 gelangte es an Preußen. Seit dem Jahr 1920 besteht nun die heutige Grenze, aber eine spürbare Grenze gibt es nicht. Wie auch im weiteren Schleswig-Holstein gibt es in Flensburg einige dänische Schulen und sogar eine dänische Tageszeitung. Hier wird ganz selbstverständlich in dänischen Kronen und in Euro bezahlt und in den Geschäften ist die dänische Sprache obligatorisch.

Flensburg hat den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet überstanden, so sind viele historische Spuren der über 700-jährigen Geschichte erhalten geblieben. Besonders charmant ist die gut erreichbare Fußgängerzone, die mit ihrer Ausstrahlung eine der schönsten im Lande ist. Ach, ich komme wieder ins Schwärmen und versuche, ein wenig zu erklären, warum das so ist. Ich kann es nur anreißen, denn all das, was mir an Flensburg gefällt, passt einfach nicht hierhin. Aber eines nach dem anderen:

Nach Flensburg kommt man gut mit Auto und Bahn. Der Bahnhof liegt etwa 10 Minuten außerhalb, aber es fahren auch Busse in die Stadt. Ich bin des Öfteren mit dem Bulli dort. Wenn ich übernachten möchte, hält die Stadt sogar kostenfreie Stellpätze am Ostufer bereit. Aber tagsüber parke ich direkt an der Förde. Vor mir liegen die alten Dampfer Gesine, Alexandra und Co. Ob ich dänische Kronen oder Euro dabeihabe ist ganz gleich, die Flensburger nehmen alles. Von hier aus geht es in fünf Minuten in die Fußgängerzone mit ihren kleinen Geschäften in den denkmalgeschützten Häusern, den alten Kaufmannshöfen und den netten Straßencafés. Hier ist ein lebendiges und zweisprachiges Treiben – Dänisch gehört hier zur Normalität und auch dieser dänische Charme macht Flensburg vielfältig.

Flensburg Maritim

Schifffahrtsmuseum:

Flensburger_Schiffahrtsmuseum

@Tourismusagentur Flensburger Förde GmbH

Flensburg ist historisch eng mit Hafen und Schifffahrt verbunden. Da darf das Schifffahrtsmuseum nicht fehlen. Untergebracht ist es, zusammen mit dem Rum-Museum, im ehemaligen Zollpackhaus. Hier erfährt man die Geschichte über Hafen und die Kaufmannshöfe, über die Werften und Schiffe, Tauwerke und Takelage. Ob Maschinen oder Motoren, ob Maschinist oder Kapitän, aus allen Bereichen und Aufgaben der Seefahrt reist man mit von Flensburg über die sieben Weltmeere. Eine spannende Ausstellung für die Kleinsten wie für uns Großen. Das Museum findet sich gegenüber der Museumswerft an der Schiffbrücke 39, gegenüber der Förde. Informationen unter schiffahrtsmuseum.flensburg

Museumsdampfer Alexandra: Deutschlands ältester kohlebefeuerter seetauglicher zugelassener Dampfer liegt wo? Natürlich in Flensburg. Im Museumshafen. Von hier aus startet die alte Lady nach Fahrplan zu erlebnisreichen Ausflügen auf die Förde. Bis 1975 fuhr sie noch als Fähre im normalen Liniendienst. Ein bisschen Duft nach Kohle und Öl und frischer Seeluft in Begeleitung von leidenschaftlichen Dampferkapitänen und Co machen den Ausflug unvergesslich.
Informationen unter  dampfer-alexandra

Museumshafen: Es ist noch nicht so lange her, dass in den Häfen der Ostsee tausende segelnde Berufsschiffe festmachten. Waren es Fischerboote oder Frachtsegler, Zoll- oder Lotsenboote, viele dieser Raritäten aus der Zeit ab dem Jahr 1880 liegen am Bohlwerk, gleich an der Förde und tragen zum besonderen Charme der Stadt bei. Der Betreiber, der Verein Museumshafen Flensburg e.V. möchte Wissen und Fertigkeiten der Seeleute, Fischer und Handwerker auf diese Art bewahren.
Informationen unter museumshafen-flensburg

Klassische Yachten:

klassische_yachten_in_flensburg

©Stadt Flensburg

Wussten Sie, dass die international organisierten Regatten in der westlichen Ostsee ihren Ursprung in Flensburg haben? Im Jahr 1855 fiel dafür in diesem Hafen der Startschuss. Zu der Zeit hat man noch nicht unterschieden zwischen Arbeits- und Freizeitbooten. Der Verein Klassische Yachten e.V. hat sich der Geschichte und dem Erhalt dieser Boote verschrieben. Diese Boote findet man in den Sommermonaten im Fördehafen der Stadt. Zudem nehmen sie an offiziellen Veranstaltungen teil. Informationen unter klassische Yachten Flensburg e.V.

Museumswerft:

Museumswerft Flensburg    © weites.land

Museumswerft Flensburg © weites.land

Gleich gegenüber des Schifffahrtsmuseums liegt die kleine Museumswerft. Die Architektur der Schuppen und der nachgebauten Fischerhütte zeigen ihre Nähe zu Skandinavien. Das Gelände ist offen und eine kleine Spendendose nimmt gerne einen Obolus entgegen. Holzteile und Taue, in den unterschiedlichsten Zuständen, warten darauf, in ihrem Metier eine neue Verwendung zu finden. Im Jahr 1996 begann eine private Initiative mit der Idee, jungen Menschen eine Perspektive im traditionellen Bootsbau zu bieten.

Daraus ist mittlerweile eine gemeinnützige GmbH gewachsen, in der erfolgreich historische Boote restauriert oder gar gebaut werden. Ein kleines Café auf dem Gelände lädt zum Verweilen ein. Wer sich intensiver mit der Idee verbunden fühlt, kann in ganz klassischem Sinne Anteilseigner dieser Werft werden. Weitere Informationen gibt es unter museumswerft.de

Flensburg Events

Rumregatta: 

Flensburg_Fjord_Rumregatta_Nobile_01

@Tourismusagentur Flensburger Förde GmbH

Wenn die ersten Frühlingsstrahlen locken, dann kommen sie aus ihren Löchern. Da werden die Boote geputzt und poliert, da ist die ganze Familie an Bord und kann es kaum erwarten, wieder Wasser unter dem Kiel zu haben. Alte Bekannte treffen sich wieder und die Neuen lernen sich kennen.

Diese Regatta ist keine im eigentlichen Sinn. Sie ist das größte Treffen historischer Gaffelsegler in Nordeuropa. Hier geht es um Gemeinschaft, um Fairness, um Austausch, kurz gesagt, um die Werte der alten Seemannschaft. Zudem ist sie die unernsteste Geschwaderfahrt zur Ehre der Rumstadt Flensburg. Wer diese Regatta antritt, um Erster zu sein, ist schon Letzter, denn er hat es nicht verstanden.

Deswegen bekommt der Zweitplatzierte auch die Riesenbuddel Rum. Der Preis ist nicht einklagbar, sondern freiwillig. Alle anderen, einschließlich der Erstplatzierte, bekommen einen Schrottpreis. Zudem gibt es noch einen Sonderpreis, der die Restaurierung, die Originaltreue, die kulturhistorische Verantwortung und eine echte seemannschaftliche Leistung berücksichtigt. Ein tolles und abwechslungsreiches Programm begleitet die Rumregatta. Mehr Information unter rumregatta

Dampf Rundum: 

Seit über 20 Jahren trifft sich am zweiten Wochenende im Juli das Who is Who der Dampfschifffahrt. Von Freitag bis Montag findet hier das größte Dampfschifftreffen Europas statt. Eingebettet in ein tolles Rahmenprogramm vor historischer Kulisse erlebt man den Flensburger Hafen, wie er vor über 100 Jahren gewirkt haben könnte. Der Geruch von Kohle und Öl, das Zischen des Dampfes und das dumpfe Tönen des Horns hinterlassen unvergessliche Augenblicke. Auch Mitfahrten auf den Frachtern, Eisbrechern, Reisedampfern oder Schleppern sind möglich. Informationen gibt es unter flensburger dampfrundum

Kongelig Classic:

Information sind in Vorbereitung.

Apfelfahrt: Jedes Jahr im Herbst setzen die Schiffe des Museumshafens ihre Segel und brechen auf nach Glücksburg. Wie in alten Zeiten laden sie dort die in der Region Angeln geernteten Früchte und verhökern diese am Bohlwerk im Flensburger Hafen. Hier wird all das angeboten, was man aus Äpfeln herstellen kann, vom Apfelsaft über Apfelkuchen oder den Apfelschnaps bis hin zu Bratäpfeln aber auch anderes Obst, Gemüse oder geräucherter Fisch aus der Flensburger Förde.

Kinder vergnügen sich mit Spielen rundum die Themen Schiffe und Äpfel. Diese gemütliche Familienveranstaltung wird begleitet von handgemachter Musik. Das Wochenende liegt in den Herbstferien Schleswig-Holsteins.

Informationen unter historischer Hafen Flensburg

Grogtörn:  Das ist etwas für die Hartgesottenen, die sich einfach nicht mit ihrem Boot vom Wasser trennen können. Alljährlich zum zweiten Weihnachtstag treffen sie sich auf dem Wasser, die Motorbootfahrer, die Paddler, die Surfer oder die Segler. Eis und Schnee kann sie nicht schrecken.  Gesegelt wird rund um den heißen Grogkessel. Der hässlichste mitgebrachte Grogkessel wird prämiert. An Bord der teilnehmenden Boote sind Aufgaben in der hohen Dichtkunst zu lösen. Ganz nach dem Motto „Reim Dich oder ich fress Dich…“. Wieder zurück gibts, was auch sonst, einen Grog oder zwei oder drei….ups…. Mehr nüchterne Informationen unter historischer hafen

Innenstadt

Der Südermarkt: 

Wenn man sich in der Stadt verabredet, dann ist das meistens am Südermarkt. Der älteste Wochenmarkt von Schleswig-Holstein findet hier zweimal wöchentlich statt. Prägnant für den zentralen Platz ist die gothische St. Nikolai-Kirche mit ihren gelben Backsteinen. Täglich erklingt hier fünf Mal das Glockenspiel.

Die Rote Straße: 

flensburg__rote_strasse

©Stadt Flensburg

Sie ist Flensburgs Aushängeschild. Restaurants und Weinstuben, Kunsthandwerker und Schmuckläden. Designshops und Galerien, das sind die Adressen, die beim Einkauf ans Herz gehen. Besonders die malerischen und frisch renovierten Hinterhöfe haben es uns angetan, mit ihren romantischen Plätzen sind sie ein rührender Treffpunkt – auch außerhalb der Weihnachtszeit. Die rote Straße liegt etwas oberhalb vom Südermarkt und ist Flensburgs älteste Straße. Früher waren hier die Handwerker der Stadt niedergelassen.

Informationen unter rotestrasse.com

Der Nordermarkt:

flensburg__nordermarkt

©Stadt Flensburg

Hier trifft man sich. Die zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants laden an einem der ältesten Plätze der Stadt ein, vor einer grandiosen Kulisse die Seele baumeln zu lassen. In lauen Nächten und bei schönem Wetter genießt man den Service unter freiem Himmel. Der Hafen und die Förde sind nur eine Minute entfernt. Hinter dem Nordermarkt liegt die  Kirche St. Marien. Dabei handelt es sich um eine dreistufige Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert. Dieses Bauwerk wurde wie viele andere der Stadt im Stil der Backsteingothik errichtet.


Die Holmpassage:> Flensburg_Holmpassage_ShoppingEin Stück überdachte Flensburger Geschichte. Der Eingang ist unauffällig und geht von der Fußgängerzone ab. Ein historisches Gebäude ragt ins Innere. Zum Vorschein kommt eine großzügige Passage mit einer Vielfalt an Geschäften. Seit über 20 Jahren gehört die Holmpassage zum Zentrum und macht das Einkaufen durch den direkten Anschluss an das Parkhaus sehr komfortabel.

Informationen unter holmpassage

Der Holm:
holmhof

©Stadt Flensburg

Im Herzen der Stadt liegt zugleich der Mittelpunkt der Fußgängerzone. Allein schon ein Spaziergang lohnt, um die alten Bürgerhäuser und kleinen Hinterhöfe zu entdecken. Neben einer großen Auswahl von Filialisten bieten kleine kreative Einzelhändler hier wie auch in der ganzen Stadt eine Auswahl an, die ihresgleichen sucht. An der Kreuzung zur Rathausstraße befindet sich der älteste Platz der Stadt, er ist umrahmt von schmuckvollen historischen Giebelhäusern.


Die Norderstraße:

nordertor

©Stadt Flensburg

Hier treffen sich die Kulturen. War die Norderstraße doch immer etwas verrufen, so passiert hier genau das, was oftmals an solchen Orten passiert: Aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen entsteht eine spannende und friedfertige Multikultur.

So trifft sich hier die italienische Eisdiele neben dem indischen Teeladen, ein Asiate bietet seine Spezialitäten neben dem dänischen Buchladen an und etwas weiter existiert der alteingesessene Möbelladen neben dem Tattoo-Studio. Künstlerateliers schließen die Lücken. Die Norderstraße, architektonisch und kulturell ein Ort echter Begegnung.

Am Ende der Norderstraße steht Flensburgs Wahrzeichen, das Nordertor. Im Jahr 1595 errichtet, war es die nördlichste Begrenzung der Stadt bis ins Jahr 1795. In unmittelbarer Nähe zum Nordertor liegt das Wissenschaftsmuseum Phänomenta.


Die Flensburg Galerie: Eigentlich ist der ganze Hafenberich mit seiner Fußgängerzone eine einzigartige Galerie, aber ein großzügiger Teil ist die Flensburg Galerie. Dieses Shopping Center lädt durch großzügige Eingänge und tageslichtdurchflutete Ladenstraßen ein, entspannt zu bummeln und einzukaufen. Grüne Inseln laden zum Verweilen ein. Rolltreppen, Aufzüge und ein direkter Zugang zum Parkhaus bieten einen barrierefreien Zugang.

Informationen unter flensburg-galerie

Phänomenta

Fassade

©Stadt Flensburg

Vom Staunen zum Denken: Ein spannendes Projekt der Uni Flensburg startete im Jahr 2008. Der Idee zugrunde lag die Frage, wie man Phänomene für jeden verständlich machen könne. Herausgekommen ist eine einzigartige Ausstellung, die trockene Wissenschaft spannend erlebbar und begreifbar macht. Als ich mein Patenmädchen zur Phänomenta einlud, wollte sie lieber zu den Pferden. Doch ich konnte sie zu einem Ausflug hierher überreden, ohne selbst hier gewesen zu sein. Mit ihr kamen ihre kleine Schwester und ihre Eltern. Kaum hatten wir die Ausstellung betreten, waren die Kinder schon am Spielen, am Ausprobieren und rannten gespannt von einem zu nächsten. Auch die Eltern hielten sich nur kurz in dem integrierten Café auf, um dann weiter auf Entdeckung zu gehen. Sehr empfehlenswert für Jung und Alt. Mehr als 200 erlebbare Experimente sind hier ausgestellt und spannend zu entdecken. Aus dem Staunen kommt man auch beim Denken nicht mehr heraus. Wir haben die Räume erst bei Geschäftsschluss verlassen und den Besuch noch lange erinnert. Informationen unter phaenomenta-flensburg

Fördeschifffahrt

Flensburg erleben heißt auch, die Förde erleben. Das geht am besten mit dem Schiff. Ausflugsdampfer und Segler gibt es ja genug und Ausflugsziele so viele, dass man gar nicht weiß, was man zuerst entdecken soll: Salondampfer Alexandra, Ausflugsschiff MS Viking, Fährdienst MS Flora II, Förderundfahrten MS Möwe, Fahrt mit der MS Feodora, ab Langballigau Personenfähre zur Großen Ochseninsel, Leuchtturmfahrt, Mitsegeln auf einem Traditionssegler

Museum

Zu den anfangs erwähnten maritimen Museen bereichern viele weitere Ausstellungen das kulturelle Treiben der Stadt.

Museumsberg:

st__dtisches_museum

©Stadt Flensburg

Eines der größten Museen Schleswig-Holsteins befindet sich in Flensburg. Unübersehbar trohnt es auf einem Berg oberhalb der Förde. Bereits im Jahr 1876 gegründet, widmet es sich der Kunst und Kultur des früheren Herzogtums Schleswig. Der nördliche Teil wie auch Flensburg gehörten bis etwa 1920 zu Dänemark. Eine Dauerausstellung zeigt die Entwicklung von Kunst und Kultur vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Ein integrierter Bereich für Kinder als Museum zum Anfassen, die Abteilung „Flensburg – eine Stadt und ihre Menschen“, originale Bauernstuben und mit etwa 900 historischen Möbelstücken eine der größten Sammlungen ihrer Art, ermöglichen vielfältige Einblicke in das Leben in dieser Region.

Im Nachbargebäude zeigt sich schleswig-holsteinische Kunst des 19. – 21. Jahrhundert. Hier finden sich Werke von Hans Christiansen, Emil Nolde, Ernst Barlach und Erich Heckel. Ergänzend finden immer wieder Sonderausstellungen statt. Informationen unter Museumsberg Flensburg

Rum Manufaktur Museum: 

Flensburg_Rumhaus_Braasch_in_der_Roten_Strasse

@Tourismusagentur Flensburger Förde GmbH

Wer kennt ihn nicht, den Flensburger Rum. Rum und Flensburg sind wie Vater und Sohn.  Im 18. Jahrhundert  galt der Flensburger Hafen als einer der bedeutendsten auf der Westindien-Route. Von dort aus kam Rohrzucker und Roh-Rum aus der Karibik nach Flensburg. Hier wurde er zu Zucker und zu genießbarem Rum verarbeitet.

Flensburg entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Orte der Zuckerproduktion im Königreich Dänemark und zur Stadt des Rums. In der Blütezeit gab es mehr als 200 Rumhäuser in der Stadt. Zwar gibt es kaum noch eine Rumproduktion, aber der historische Rum-Keller im Zollpackhaus entführt in die Zeit der Rumfässer.

Mit einer beeindruckenden Multimedia-Installation erleben wir im historischen Rum-Keller des Zollpackhauses die Handels- und Rumgeschichte.  Historische Bilddokumente, Spielszenen und ausgewählte Objekte führen die Zuschauer auf die Spuren der großen Flensburger Kaufmannsfamilien. Die Ausstellung wurde ausgezeichnet mit dem SILVER DOLPHIN bei den CANNES CORPORATE MEDIA AWARDS. Das Museum befindet sich im Keller des Schifffahrtsmuseums gegenüber der Museumswerft an der Förde. Im Jahr 1789 erbauten  Flensburger Kaufleute den Westindienspeicher und lagerten dort Rum, Tabak, Kakao und Gewürze von den karibischen Inseln. Eine Rum- und Zucker-Meile  führt auf 20 Stationen durch die Altstadt. Hinweisschilder und ein kostenloses Faltblatt rekonstruieren die Handelswege der  250-jährigen Geschichte.

Landschaftsmuseum Unewatt: 

Unewatt_Landschaftsmuseum_Schilder

@Tourismusagentur Flensburger Förde GmbH

Das gab es noch nie –  ein kleines Dorf wird zum Museum. Der Wiederaufbau des Marxenhauses gab den Anstoß. Zwar gab es schon lange Freilichtmuseeen, aber hier entschied sich der Kreis Schleswig-Flensburg für einen ganz neuen Weg. Weil nur das Marxenhaus seinen Standort ändern sollte und so viele historische Gebäude in einem kleinen Ort erhalten werden sollten, entschloss man sich in den 1980er Jahren zu diesem Schritt. In Unewatt wird das komplexe Dorfleben aus vergangener Zeit mit der aktuellen Situation verbunden und erlebbar. Über den Ort verteilt erzählen fünf Museumsinseln vom besagten Hof, einer Räucherei, der wasserradbetriebenen Buttermühle, Windmühle Fortuna und der Christesen-Scheune. Ideal parkt man am Sammelparkplatz und genießt zu Fuß den Weg durch den Ort.

Informationen unter museum-unewatt

Museum Kupfermühle: 

Etwa um das Jahr 1600 entstand im heutigen Grenzort zu Dänemark, in Kupfermühle das Hammerwerk zur Metallverarbeitung. Viele Quellflüsse und das starke Gefälle der Krusau waren eine ideale Vorraussetzung für den Antrieb mit Wasserkraft. Die nah liegende Fördestadt Flensburg konnte die Erzeugnisse mit den Schiffen transportieren. Aus der Fabrik entstand ein Kupfer- und Messingwerk, es galt um das Jahr 1800 als eine der  größten Industrieanlagen im dänischen Königreich. Die Fabrik überlebte den Wechsel der dänischen zur deutschen Verwaltung ab dem Jahr 1864 und überstand die beiden Weltkriege. Im Jahr 1962 kam allerdings das Aus für die Crusauer Kupfer- und Messingfabrik. Heute findet sich in diesen Hallen das Industriemuseum Kupfermühle mit Turbinenhaus und den Essen, den metallverarbeitenden Maschinen und einer 700 PS Dampfmaschine aus dem Jahr 1933. Wer schon in den Nachbarort Flensburgs fährt, wird nicht nur vom Museum begeistert sein, denn die Schönheit dieses kleinen Ortes ist unbeschreiblich. Informationen unter Industriemuseum Kupfermühle

Düppeler Schanzen: Es gibt im nördlichen Schleswig-Holstein eine tiefe und spürbare Verbundenheit und Freundschaft mit Dänemark. Beidseits der Grenzen wird sie gelebt und aufgearbeitet. Im nahen dänischen Sonderburg gelegen, erinnert die historische Gedenkstätte Düppeler Schanzen daran, dass es zwischen beiden Staaten nicht immer friedlich zuging und an die blutigste Schlacht, die Dänemark je erlebt hat.

Es war im Jahr 1864 an einem Vormittag um zehn Uhr. 40.000 preußische Angreifer standen 27.000 dänischen Verteidigern gegenüber. Seit sechs Stunden schossen Granaten aus mehr als 100 preußischen Geschützen. Die Soldaten kauerten in ihren Schützengräben und ein Militärgeistlicher sprach Mut zu und bat um Gottvertrauen für die gerechte Sache. Dann kam das Signal zum Angriff. Die Soldaten sprangen aus den Gräben, duckten sich und stürmten los. Die Dänen wehrten sich nach allen Kräften, sie hatten zu ihrer Verteidigung zehn Schanzen vor sich.

Diese etwa zwei Kilometer langen Erdwälle waren bestückt mit Artillerie und lagen nordöstlich von Flensburg zwischen Alsensund und der Ostseebucht. Die Dänen wehrten sich in erbitterten Nahkämpfen. Auf preußischer Seite spielten in den Laufgräben 300 Militärmusiker den eigens für diesen Kampf komponierten „Düppeler-Schanzen-Marsch“. Bereits nach fünf Minuten hatten die Preußen die ersten Wälle überrannt. In nur vier Stunden lagen 2000 tote Soldaten beider Seiten in riesigen Blutlachen, die dänischen Truppen wurden auf die Insel Alsen zurückgedrängt. Die schlecht ausgestattete dänische Armee hatte keine Chance gegen das hochgerüstete Militär von Preußen und Österreich. Waren die dänischen Könige bisher auch zugleich Herzoge von Schleswig und Holstein, so wollten sie im Jahr 1863 die Grenze an der Eider ziehen.

Nach dieser Schlacht veränderte sich die junge Demokratie in Dänemark, das Land wurde ein anderes. Um die Geschichte zu entdecken und zu verstehen, lohnt sich ein Besuch in Sonderburg im Historiecenter.

Informationen gibt es unter www.1864.dk

Ziegeleimuseum Cathrinesminde in Broager: 

@Tourismusagentur Flensburger Förde GmbHSchauen Sie sich die Gebäude der Stadt an und überlegen einmal, woher die Baustoffe, vor allem die Ziegel, kamen. Im Umfeld Flensburgs gab es einige Ziegeleien. Die letzte, noch erhaltene Ziegelei in Dänemark ist heute das Ziegeleimuseum Cathrinesminde am Iller Strand. Zwei Hofbesitzer gründeten sie im Jahr 1732. Im Jahr 1880 erfolgte eine grundlegende Modernisierung. Doch im Jahr 1968 musste sich der Betrieb den neuen und modernen Tunnelöfen beugen und schloss seine Produktion.
Es sollte noch bis zum Jahr 1986 dauern, bis sie restauriert wurde, um dann 1993 als Ziegeleimuseum Cathrinesminde zu eröffnen. Zum Museum gehören auch ein geologisches Museum und wechselnde Sonderausstellungen. In den Sommermonaten begleiten verschiedene Veranstaltungen das Museumsprojekt.

Information unter Ziegeleimuseum Cathrinesminde

Museum Schloss Sønderburg:  

Flensburg_Fjord_Schloss_Sonderborg_Alsen_Sund_Daenemark_01

@Tourismusagentur Flensburger Förde GmbH

Sønderborg in Dänemark ist einen Abstecher wert. Interessant und lohnend ist ein Besuch im Museum  Schloss Sonderborg. Die Geschichte Flensburgs und seiner Umgebung ist unmittelbar mit der dänischen Geschichte und Gegenwart verbunden. Schwerpunktartig dargestellt ist die Epoche des Mittelalters, aber auch die Kriege in den Jahren 1848-1850 und 1864 wie auch der Erste Weltkrieg. Man erfährt die Historie über die Volksabstimmung und Wiedervereinigung im Jahr 1920. Ergänzend ist eine umfangreiche kulturhistorische Sammlung aus Sønderborg, Als und Sundeved zu sehen.

Das imposante Schloss Sønderborg selbst wurde im 12. Jahrhundert erbaut und kontinuierlich erweitert, bis es die heutige barocke Fassade erhielt. In der im Renaissancestil erbauten Fürstenkirche steht eine der ältesten und schönsten spielbaren Orgeln Europas.

Informationen unter Museum Schloss Sonderburg

Kulturinstitution Kunst und Co:   In Räumen einer ehemaligen Bettenfabrik hat der Förderverein Kunst & Co seinen Raum für Künstlerinnen und Künstler, die sich mit der zeitgenössischen Kunst auseinander setzen. Jedes Jahr gibt es fünf Ausstellungen von Malerei über Bildhauerei bis zur Objektkunst. Raum- und Klanginstallationen oder fotografische Ausstellungen sind ein weiterer, wichtiger Bestandteil. Regelmäßig werden kulturelle Veranstaltungen angeboten. Kunst & Co hat sich als besonderer Kunst-Frei-Raum einen Namen gemacht und anspruchsvolle Förderungen durch namhafte Institutionen erreichen können. Ausstellungen können donnerstags und freitags zwischen 17.00 und 19.00 Uhr und Samstags zwischen 11.00 und 13.00 Uhr besichtigt werden. Für Gruppen und Schulklassen kann ein individueller Termin vereinbart werden. Zu finden sind die Ausstellungen im Klostergang 8a. Informationen unter www.kunst-und-co.org

Flensburger Pils:  Wer kennt nicht Werner Brösel mit seinem Bölkstoff? Er hat Flensburger über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. aber auch sonst ist mir kaum kreativere Bierwerbung bewusst als die der Flensburger. Die Flensburger Brauerei ist eine der noch wenigen unabhängigen in Deutschland und ihre Flaschen haben noch den klassischen Bügelverschluss. Immer noch in Familienbesitz verkörpert dieses Unternehmen überregional den Geist Flensburgs wie kaum ein anderes. Und das seit mehr als 125 Jahren.

Diese Brauerei sollte man besichtigen. Los geht es ganz entspannt mit einem Film, in dem Sie durch das beeindruckende Norddeutschland reisen. Danach geht es gleich ins Sudhaus. Hier wird es warm, denn hier werden die Zutaten gekocht. Zum Ausgleich werden Sie anschließend in den kühlen Gär- und Lagerkeller geführt, ehe es zur beeindruckenden Flaschenabfüllung geht. Eine Millionen Flaschen mit dem berühmten Bügelverschluss werden hier abgefüllt, täglich! Glauben Sie es nicht? Zählen Sie gerne mit.

So viel Bewegung und so viel Staunen, das macht hungrig und durstig. Deswegen gibt es einen kleinen Imbiss, natürlich mit frisch gezapftem Flens und Schinken, Hering und Brot.

Festes und geschlossenes Schuhwerk ist vorrausgesetzt und wenn Sie Interesse haben, dann melden Sie sich gleich an. Vier Wochen Wartezeit sollten Sie aber mitbringen. Auch Gruppen bis zu 50 Personen sind willkommen.

Informationen gibt es unter flens.de

Kirchen

St. Marien Kirche Marienkirchhof 4-5 D.24937 Flensburg Fon + 49 (0) 461 29 313 Fax + 49 (0) 461 18 17 88 Öffnungszeiten: März – Oktober von 10.00 -17.00 Uhr, November – Februar von 10.00 – 16.00 Uhr

Informationen unter St.Marien Kirche


St. Nikolai Kirche Südermarkt D-24937 Flensburg Fon +49 (0) 461 – 84 00 400 Fax +49 (0) 461 – 84 00 40 29 Öffnungszeiten: täglich 09.00 – 18.00 Uhr


St. Johannis Kirche Johanniskirchhof 21 D-24937 Flensburg Fon +49 (0) 461 – 12 77 1 Fax +49 (0) 461 – 12 71 9 Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags von 09.00 – 12.00 Uhr, montags und donnerstags von 13.00 – 15.00 Uhr

Pauluskirche:

Informationen unter Pauluskirche Flensburg


St. Jürgen Kirche Jürgensgaarder Straße 1 D-24943 Flensburg Fon +49 (0) 461 – 15 06 850 Fax +49 (0) 461 – 15 06 853 Öffnungszeiten: Ostern bis Erntedank offene Kirche von 10 bis 17 Uhr – im Winterhalbjahr nach Rücksprache Tel. 0461-1506850 oder 0461-24219

Information unter St.Jürgen Kirche Flensburg


Heiligengeist Kirche Große Straße 43 D-24937 Flensburg Öffnungszeiten im Sommer: Mo geschlossen, Di-Fr: 11.00 – 13.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr

An der Ecke Große Straße / Heiliggeistgang steht das gotische, zweischiffige Bauwerk, die Heiliggeistkirche Flensburg. Ursprünglich diente das Bauwerk in der Fußgängerzone einer von Flensburgern geründeten Stiftung, dem „Hospital zum Heiligen Geist“. Wie in ganz Schleswig-Holstein brachte auch hier die Reformation gravierende Veränderungen.  Durch die neuen Strukturen wurde diese Kirche kaum noch genutzt und verfile mit der Zeit. In der Diskussion über ihren Abriss entschloss man sich , die Kirche zu sanieren und darin ab dem Jahr 1588 der dänischen Minderheit Gottesdienste in iher Sprache anzubieten. Die Kirche wurde im Jahr 1536 erbaut und ist heute die Dänische Hauptkirche Flensburgs. Sie gehört der evangelisch-lutherischen Glaubensrichtung an. Im Inneren finden sich Wandmalereinen aus dem Mittelalter, auch als Fresken bezeichnet. Auffallend ist der barocke Altar und die Auswahl an Votivschiffen. Diese sind häufig in Kirchen von Hafenstädten anzutreffen. Der ursprung solcher Votivschiffe ist die Rettung eines Seemanns aus den Unwillen des Meeres. In seiner Not bittet er um Rettung und schenkt als Dank, sobald er an Land zurück ist, seiner Heimatkirche oder der, die er als nächstes erreicht, ein solches Schiff. Die Heiliggeistkirche befindet sich in der Großen Straße 43 (Fußgängerzone). In den Sommermonaten hat sie Dienstags bis Freitags in den Zeiten 11.00 – 13.00Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr geöffnet.


 

Neuapostolische Kirche Am Pferdewasser 8 D-24937 Flensburg Fon +49 (0) 4638 – 7866

Neuapostolische Kirche Fördestraße 51 D-24944 Flensburg Fon +49 (0) 4631 – 2047

Informationen unter Neuapostolische Kirche Flensburg

Deutsches Haus Flensburg

Am 14.März 1920 sollte eine Volksabstimmung darüber entscheiden, ob Flensburg im Deutschen Reich verbleiben oder an Dänemark angegliedert werden sollte. Eine deutliche Mehrheit sprach sich für den Verbleib im heutigen Deutschland aus. Als Dank an die Flensburger stiftete das Deutsche Reich großzügige Mittel für die Errichtung einer „kulturellen Pflegestätte des Deutschtums“.  Mit diesem und dem Geld der Stadt entstand am alten Mühlenteich das heutige Veranstaltungshaus. Betritt man den Haupteingang des Deutschen Hauses in Flensburg, dann entdeckt man über dem Haupteingang die auffällige Inschrift: Reichsdank für deutsche Treue. Im Inneren bietet das Gebäude auf vier Ebenen viel Platz für Feste, Versammlungen, Kleinkünste und Konzerte. Der „Große Saal“ besticht durch seine imposante Bauweise, seiner breiten Bühne und den seitlichen Rängen. Umliegend befinden sich der blaue Saal, die Künstlergarderoben und der Probensaal. Beliebt ist auch das Programmkino 51 Stufen und die USB (Uni Sport Bar). Ein Biergarten lädt außerhalb der Veranstaltungen zur Geselligkeit ein.

Informationen zum Programm unter Deutsches Haus Flensburg
Flensburger Blumenvase:
Flensburg_vom_Wasserturm_aus_Richtung_Ostseebad_Wassersleben_Daenemark

@Tourismusagentur Flensburger Förde GmbH

Eine etwas eigenwillige Sehenswürdigkeit aus dem Jahr 1960 ist Flensburgs größte Blumenvase. Ja, sie hat tatsächlich einen Hohlraum für Wasser, denn das in Mürwick stehende Gebäude steht im Volkspark und ist einer von den drei modernen Wassertürmen in Schleswig-Holstein. Der beauftragte Architekt Trautwein wollte mit dieser Form eine Baumkrone nachempfinden. Wie auch immer, diese Vase fasst 1,5 Millionen Liter Wasser und wird von 18 Betonbögen gestützt. Wer die Chance hat, das beeindruckende Innenleben zu besichtigen und auf den Turm gelassen wird, bekommt eine grandiose Aussicht über die Stadt.

Strände und Marinas

Flensburg ist maritim. Das spürt man in der Stadt und vor allem entlang der Förde. Die Anlagen im Zentrum laden zum Verweilen ein und sind regelmäßig Ort für verschiedenste Veranstaltungen. Im Hafenviertel Sonwik, einem ehemaligen Militärgelände, wurden die Marinegebäude zu Appartements umgebaut. Vorgelagert befindet sich die moderne Marina Sonvik. Das Flair von Segelbooten, modernen Wasserhäusern und der sichtbaren Weite nach Dänemark wird untermalt mit offener und abwechslungsreicher Gastronomie. Hier kann man gut draußen sitzen und in das maritime Leben bei Pizza und Wein eintauchen. In erreichbarer Nähe sind auf der Ost- und Westseite zahlreiche Strände vorhanden mit Blick auf die Silhouette der Stadt.

Nur wenige Kilometer nördlich von Mürwik befindet sich der beliebte Badestrand Solitüde. Gegenüber, auf der westlichen Fördeseite gibt es die Badestelle Ostseebad im Schatten der berühmten Flenderwerft. Nur wenige Kilometer weiter, sogar zu Fuß erreichbar, ist ein großer Badestrand in Wassersleben. Hier ist das Wasser besonders flach. In Solitüde und an der Badestelle Ostseebad treffen sich ganzjährig morgens hartgesottene Badegäste, die täglich ihr Bad in der Ostsee nehmen, so lange sie nicht zugefroren ist.

Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.