Nordseeküste Schleswig-Holstein

Entlang der Nordseeküste in Schleswig-Holstein: Nordstrand + Hattstedter Marsch

Hattstedter Marsch | © weites.land
Hattstedter Marsch | © weites.land
Wir begeben uns auf die Etappe nördlich von Husum entlang der Nordseeküste in Schleswig-Holstein und entdecken dabei Nordstrand und die Hattstedter Marsch.

In Schobüll kommen wi ran einem Punkt, an dem wir in die Hattstedter Marsch abbiegen oder weiter nach Nordstrand fahren können. Egal, welchen Weg wir hier einschlagen, wir werden an die aktuelle Erderwärmung und den damit verbundenen Anstieg der Meere erinnert. Nun gibt es ja Neunmal Kluge, die es nicht wärmer als früher empfinden. Sie haben noch nicht die Wassertemperatur der Nordsee beachtet, die breits zwei Grad wärmer geworden ist. Um der Realität Rechnung zu tragen, wurde hier jüngst der Deich erhöht und ein neues Fluttor über die Straße gebaut. In naher Zukunft werden bis Husum die Deiche ebenfalls erhöht, wie es übrigens derzeit überall an der Nordsee passiert.

Denn Sturmfluten, das kennen die Menschen hier, seitdem sie hier leben. Wie rau die Nordsee werden kann, erlebt man, wenn man außerhalb der Schön-Wetter-Perioden an die See kommt und erlebt, wie das Wattenmeer schäumen kann bis knapp unter der Deichkrone.

Die Halbinsel Nordstrand erleben wir als eine grüne, sehr landwirtschaftlich geprägte Insel. Zunehmend ommt auch hier der Tourismus in Gange, die Menschen auf den kleinen Dörfern verdienen ihr Geld ansonsten meist in Husum.

Der lange Damm mit seinem separaten Radweg zieht sich durch die Marsch, eine kleine Information am Ende des Dammes erzählt über die hiesige Natur. Der dazugehörige Parkplatz ist wohlweislich für Wohnmobile des Nachts gesperrt, schön ist dieser Platz. In der Ferne erkennen wir die Silhouette von Husum. 

Den Weg einmal um die Insel herum sollte man nicht unterschätzen, selbst mit dem Auto sind zwei Stunden schnell ins Land gegangen, ohne viel gesehen zu haben. Dafür warten immer wieder kleine Fischbuden, Cafés oder Badestellen auf ein wenig gemeinsame Zeit. Und trifft man die Nordstrander, dann kann man ihnen mit der entsprechenden eigenen und ehrlichen Aufgeschlossenheit weit mehr als ein Moin heraus locken. So ein typischer Nordstrander ist übrigens unter ehemaliger Ministerpräsident Harry Carstensen.

Beim Verlassen der Insel folgen wir zwangsläufig wieder dem Damm nach Schobüll und biegen die erste Gelegenheit ab nach Wobbenbüll und Hattstedt, um weiter dicht an der Küstenlinie dem Weg nach Norden zu folgen. Dabei nutzen wir jede Gelegenheit, in westliche Richtung zu kommen. Das geht mit dem Auto so gut wie mit den Rad oder zu Fuß. Und es lohnt sich, will man entspannt unterwegs sein. Das Land ist flach, die Gehöfte entsprechend von weitem sichtbar.

Die schmale Straße entlang des Deiches wirkt wie ausgestorben, zur linken Seite liegt anfänglich der Holmer See, abgetrennt durch den Deich. Und das ist eines der Beispiele dafür, dass es sich mehr als lohnt, immer wieder mal anzuhalten und über den Deich hinüber zu schauen.

Ein wenig später erreichen wir die Arlau-Schleuse, ein recht großes Pumpwerk, welches das von der Arlau aufgenommene Wasser an die Nordsee weiter gibt. Hier ist auch eine der Schutzstationen Wattenmeer mit ihrem sehr informativen Einblick in das Unesco Weltnaturerbe. Die Arlau selbst ist in diesem Bereich zu einem großen Strom angewachsen, sie durchzieht in ihrer einfachen Schönheit einen weiten Bereich Nordfrieslands. Wie aus dem Nichts erscheint hier direkt an den Ufern der Arlau ein recht großes Hotel, erstaunlich viele Reisebusse finden den Weg hier her, abseits de gewohnten Tourismusströme.

Wir bleiben auf diesem Weg in nördlicher Richtung bis zu seiner Gabelung. In westlicher Richtung beginnt eines der größten Naturschutzgebiete Schleswig-Holsteins- der Beltringharder Koog.

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