Ausflugsziele

Die Innenstadt–Kirchen in Lübeck

Hansestadt Lübeck an der Trave | © weites.land
Dom und Mühlenteich in Lübeck | © weites.land
Lübeck ist die Stadt der sieben Türme. Schon seit einigen hundert Jahren prägen die fünf Innenstadtkirchen mit ihren sieben Türmen die wunderschöne Silhouette der Stadt. Wir stellen die Kirchen vor und laden ein, die Gotteshäuser neben einer Besichtigung auch zu erleben: in der Stille, im Gottesdienst, bei einem Konzert.

Aegidienkirche

Hansestadt Lübeck an der Trave | © weites.land

Hansestadt Lübeck an der Trave | © weites.land

Sie ist die kleinste der Lübecker Innenstadtkirchen und wurde dem heiligen Ägidius von St. Gilles geweiht. Einst lag sie im Zentrum des hiesigen Handwerksviertel. Viele Menschen lebten hier und arbeiteten hart, doch sie kamen nur schwrelich über die Runden. So hatte dieses Gotteshaus starke soziale und fürsorgliche Aufgaben. Heute befinden sich im Aegidienhof  Wohnungen, während das zugehörige St. Annen Kloster mittlerweile als Museum die örtliche Geschichte zeigt.

Die Geschichte dieser Kirche geht bis ins Jahr 1172 zurück. Denn da begann der Bau des Vergängergebäudes. Bis vermutlich 1182 enstand eine Holzkirche. Doch seit 1227 steht das heutige Gebäude. Hier wurde das erste gemeinsame ökomenische Abendmal der Stadt gefeiert, das war im Jahr 1530.

Kontakt:

St. Aegidien
Aegidienstraße 75
23552 Lübeck
Öffnungszeiten: Di + Mi 10.00 – 12.00 Uhr

FON: 04 51/70 56 22
FAX: 0451/70 56 98
Email: mail@aegidien-kirche-luebeck.de

 

Dom zu Lübeck

Hansestadt Lübeck an der Trave | © weites.land

Hansestadt Lübeck an der Trave | © weites.land

Eigentlich war der Dom nur noch eine Ruine, die man abtragen konnte. Denn in der Nacht zu Palmsonntag im Jahr 1942 dröhnten englische Flugzeuge über der Stadt und warfen ihre tödliche Fracht ab. Die Innenstadt brannte und damit auch neben dem Dom zu Lübeck die St.Marien- und die St.Petri-Kirche.

Ja, es gibt kaum eine Stadt, die diesem Wahnsinn des Krieges entkommen ist und wenn wir Bilder aus der damaligen Zeit und der heutigen sehen, dann sind wir gewiss, dass es nie wieder Krieg geben darf.

Denn, was in was in vielen Jahrzehnten erbaut wurde, zerstörte der Krieg in wenigen Minuten. Bewusst wird es bei dem Gedanken an den Wiederaufbau. Im Jahr 1960 wurde damit begonnen, 170 Jahre später war endlich der gotische Chor fertig gestellt. Und erst 1982, 37 Jahre nach Kriegsende, konnte die Paradiesvorhalle wieder zugänglich gemacht werden. Die heutige Einrichtung des Domes stammt von 1970. Es grenzt schon an ein Wunder, dass zahlreiche Kunstschätze, die heute im Dom zu finden sind, das Inferno überlebt haben.  Alljährlich wird an Palmsonntag der Zerstörung gedacht- ohne Schuldzuweisung.

An Stelle des Domes gab es ursprünglich eine Holzkirche.Sie wurde 1163 geweiht. Doch bereits 10 Jahre später, 1173,  legte man den Grundstein für den Dom. Üblich war es zu der Zeit, Feldsteine zum Bau zu verwenden. Doch diese gab es nicht in der Umgebung. So nutzte man den Backstein. Im Jahr 1247 konnte dieses Gotteshaus endlich geweiht werden.

Umgehend begann man nun, an der Nordseite das Paradies, eine große Vorhalle hinzuzufügen. Und es ging weiter. So folgte ab 1266 der Erweiterungsbau auf der Ostseite.

Heute besuchen viele Menschen neben Gottesdiensten auch ranghohe Konzerte in diesem historischen und geschichtsträchtigen Gewölbe.

Kontakt:

Dom zu Lübeck
Mühlendamm 2-6
23552 Lübeck

Öffnungszeiten Dom:
1. April bis 3. Oktober: täglich 10 bis 18 Uhr
4. Oktober bis 31. Oktober: täglich 10 bis 17 Uhr
1. November bis 31. März: täglich 10 bis 16 Uh

FON: 0451 / 7 47 04
FAX: 0451 / 70 71 809
Öffnungszeiten Dombüro:
Montag und Mittwoch 9.00 – 12.00 Uhr

 

Propsteikirche Herz Jesu

Im Jahr 1891 wurde sie geweiht und war damit die erste romisch-katholische Kirche in Lübeck nach der Reformation. In dieser Zeit entstanden überall in Deutschland und Europa Herz-Jesu-Kirchen. Der Name beschreibt auch eine neue Ausrichtung der katholischen Kirche in dieser Zeit, abgewandt von den Zuständen vor der Reformation sollte Jesus wieder in den echten Mittelpunkt der Kirche gerückt werden.

Im Jahr 1955 richtete man in der Krypta eine Gedenkstätte ein für die jüngsten Märtyrer. Sie gilt drei Kaplanen dieser Kirche und einem evangelischen Pastor, die im Nazideutschlands ihre Werte und Nächstenliebe nicht verrieten und dafür von den Nazis ermordet wurden.          Märtyrer-Gdenkstätte Lübeck

Kontakt:

Katholische Kirche Lübeck
Parade 4
23552 Lübeck

Tel.: 0451 / 70987 65
Fax: 0451 / 70987 66
E-Mail: herzjesu@dek-hl.de

 

St. Jakobi

Hansestadt Lübeck an der Trave | © weites.land

St.Jacobi-Kirche in Lübeck an der Trave | © weites.land

 

Die St. Jacobi-Kirche gehört zu den fünf Hauptkirchen der Innenstadt und war den Seeleuten und den Fischern geweiht. Noch heute treffen diese sich im gegenüberliegenden Versammlungshaus. 

Seit den fünfziger Jahren ist dieses Gotteshaus zugleich Gedenkstätte eines traurigen Unglückesvon 1957- hier wird an den Untergang des Segelfrachters, der Pamir gedacht. Im Nordturm ist das gefundene Rettungsboot 2 des Großseglers ausgestellt. Seitdem gehört die St.Jacobi-Kirche zu den Nationalen Gedenkstätten der zivilen Schifffahrt.

Die Geschichte dieses Gotteshauses lässt sich bis ins Jahr 1227 zurückverfolgen.  Somit entstand die Kirche in gleicher Zeit mit den Schwesterkirchen St. Aegidien und St. Petri.

Nachdem im Jahr 1334 auch der Hochaltar fertiggestellt wurde, empfing dieses Gotteshaus die Weihe. Allerdings gab es schon einige Nebenaltäre in der Gottesdiensthalle, an denen schon Predigten gehalten wurden. Zu dieser Zeit war es noch nicht üblich, in der Kirche zu sitzen, entsprechend gab es auch keine Bänke. Man wanderte von Altar zu Altar und hörte stehend zu.

Südlich des Chores entstand im 14. Jahrhundert die zweigeschossige Sakristei, dazu öffnete man an dieser Stelle die Außenfassade.

Wie durch ein Wunder wurde dieses Gebäude beim Luftangriff am Palmsonntag 1942 nicht getroffen.

Kontakt:

St. Jakobikirche
Jakobikirchhof 3
23552 Lübeck

Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 10.00 – 12.00 Uhr

FON: 0451/ 30 80 10
FAX: 0451/ 30 80 110

E-Mail: info@st-jakobi-luebeck.de

 

Katharinenkirche

Einst gab es vier Klosterkirchen, dieses Gotteshaus ist die letzterhaltene. Zuvor war sie ein Franziskanerkloster, war der heiligen Katharina von Alexandrien geweiht. Die Bauarbeiten begannen wahrscheinlich im Jahr 1303, doch durch Differenzen mit dem Bischof ruhten die Arbeiten bis zur Aussöhnung mit dem nachfolgenden Bischof, sodass der Bau erst 1319 weitergeführt werden konnte.

Die Kirche diente einem Bettelorden, so wurde beim Bau auch auf den Turm verzichtet. Der damalige Bürgermeister Segebodo Crispin unterstützte den Bau tatkräftig auch finanziell, als Dank richtete man ihm im nördlichen Chorseitenschiff eine Familienkapelle ein.

Im Jahr 1356 konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden, 1399 bekam die Klosterkirche ihre Glocke, heute ist sie im Kirchenschiff zu finden. Sie ist mit zahlreichen Pilgerzeichen und Abbildungen von Heiligen verziert.

Im Rahmen der Reformation wurde aus dem Kloster eine Lateinschule, das Katharineum. Aus der Katharinenkirche wurde eine Filialkirche der Marienkirche. Einige Räume des Gotteshauses hat man an die Stadtbibliothek abgegeben. Heute ist die Katharinenkirche eine Museumskirche.

Kontakt:

St. Katharinen zu Lübeck
Glockengießerstr. 1
23552 Lübeck

Öffnungszeiten:
13. Apr. – 30. Sep. | Do. – Sa. 12.00 – 16.00 Uhr

FON: 0451/ 122 4137
FAX: 0451/ 451/122 4183

E-Mail: mkk@luebeck.de
www.museumskirche.de

 

Marienkirche

Hansestadt Lübeck an der Trave | © weites.land

Marienkirche in Lübeck an der Trave | © weites.land

in Vorbereitung.

in Vorbereitung. In den nächsten Tagen ist dieser Artikel fertig.

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St. Petri

Hansestadt Lübeck an der Trave | © weites.land

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in Vorbereitung. In den nächsten Tagen ist dieser Artikel fertig. 

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