Schifffahrtsmuseum

Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremerhaven

© Schifffahrtsmuseum Bremerhaven
© Schifffahrtsmuseum Bremerhaven

Um die Geschichte der Seefahrt besser kennen und verstehen zu lernen, lohnt ein Besuch ins Deutsche Schifffahrtmuseum nach Bremerhaven. Wir nutzen die Deutsche Fährtstraße über Bremervörde, um dort die größte Sammlung an Schiffen und dazugehörigen Exponaten zu besichtigen.

Bremerhaven ist gerade einmal etwa 50 Kilometer entfernt vom Ausgangspunkt einer der beliebtesten deutschen Ferienstraßen – der Deutschen Fährstraße bis nach Kiel. Die beiden Städte verbindet mehr als diese Route und so machen wir uns auf den Weg ins Deutsche Schifffahrtsmuseum.

Wie auch Kiel ist Bremerhaven durch die Schiffahrt groß geworden. Schon im Jahr 1966 machte dort im Alten Hafen der historische Frachtsegler „Seute Deern“ fest und bildete damit den Grundstein für die Entstehung des größten Deutschen Schifffahrtmuseums. Seit dem Jahr 1975 ist der Alte Hafen ein riesiges maritimes Freilichtmuseum.

Allein 56 Schiffe in ihrem Originalzustand, Modelle und maritime Gemälde, technische Geräte und Instrumente geben uns ein Gefühl für das Leben auf der See. Wir kommen uns vor wie auf einem großen Kreuzer, wenn wir von der Geschichte des Walfangs und der Navigation zum Bereich Bootsbau oder der  Polar- und Meeresforschung wechseln.

Eine Besonderheit des Museums ist die Bremer Hansekogge aus dem Jahr 1380. Sie wurde am 08. Oktober 1962 aus dem Schlamm der Weser geborgen. Diese Sensation war aber der leichteste Part, denn in den folgenden 38 Jahren mussten mehr als 2000 Teile wie ein Puzzel ohne Vorlage wieder zusammengefügt werden, ehe man das Schiff als Ganzes in verschiedenen Wachsbädern für die Zukunft konservieren konnte. Die Kogge und die Geschichte ihrer Entdeckung über die Restaurierung bis zum heutigen Zustand wird eindrucksvoll geschildert.

Die Museumsflotte im Alten Hafen umfasst 11 historische Schiffe, angefangen von der „Seute Deern“ aus dem Jahr 1919 über einen Walfangdampfer und dem robusten Schlepper von 1924 bis hin zum U-Boot „Wilhelm Bauer“ können diese Schiffe ganzjährig von außen und außerhalb der Wintermonate auch von innen besichtigt werden.

Aber auch das Hafenflair kommt nicht zu kurz, Dampfhammer, alte Hafenkräne und Maschinen, ein Leuchtfeuer, das sind nur einige Beispiele für die umfangreiche Sammlung, die Kinder wie Erwachsene in Staunen und Begeisterung versetzt.

Immer wieder gibt es begleitende Wechselausstellungen. Das Museum fungiert gleichzeitig als anerkannte Forschungseinrichtung der maritimen Entwicklung. Der Frachtsegler „Seute Deern“ ist heute ein Restaurantschiff und kann ohne Eintrittskarte ganzjährig besichtigt werden.

Informationen gibt es unter deutsches schifffahrtmuseum bremerhaven.

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